In den USA hat das Spenden von Geld Tradition. Im Durchschnitt werden jedes Jahr 860 Dollar pro Einwohner gespendet, die überwiegend in medizinische Forschung und in die Bildung fließen. 30 % der Spenden werden von Unternehmen geleistet. Jedoch kommt nur ein kleiner Teil den Armen in der Bevölkerung zugute.
Aus diesem Grunde haben wohl im Jahre 2010 Bill Gates und Warren Buffett eine Kampagne gestartet, in der sich 40 Millionäre bzw. Milliardäre bereit erklärten die Hälfte ihres Vermögens an Wohltätigkeitsorganisationen zu spenden. Einige der Spender waren Barron Hilton, David Rockefeller, New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg, Ted Turner, George Lucas und viele andere. Warren Buffett hatte schon 2006 99 % seines Vermögens der Bill & Melinda Gates-Stiftung gespendet. Der Microsoft-Gründer Gates hat inzwischen 28 Milliarden Dollar aus seinem Vermögen an die eigene Stiftung überwiesen.
Die Spendenaktion im Juni 2006 hatte den Zweck möglichst viele Nachahmer zu generieren. Superreiche sollten überzeugt werden einen großen Teil ihres Vermögens jetzt oder nach ihrem Tode zu spenden. Aber nicht nur das. Sie sollten ihre Absicht öffentlich in einer schriftlichen Erklärung geloben. Die Erklärungen sind im Internet zu finden. Doch Buffett verfolgte mit der Kampagne noch ein höheres Ziel. Er wollte eine Diskussion in Gang bringen. Die Menschen sollten sich mit Reichtum und den Umgang mit Vermögen auseinander setzen.
Tatsächlich war die Beteiligung sehr groß. Viele wollten sogar mehr geben, als die geforderten 50%. Aktuell zu der Tragödie in Japan im März dieses Jahres hat Apple eine Sonderseite eingerichtet, in der Amerikaner schnell und unbürokratisch den Opfern des Erdbebens und des Tsunamis helfen können. Apple leitet die Spenden ohne Abzug an das amerikanische Rote Kreuz weiter.
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