Bundesfreiwilligendienst als Ersatz für den Zivildienst

Seit dem 01. Juli 2011 gibt es den Bundesfreiwilligendienst. Er hat den Zweck, den Zivildienst adäquat zu ersetzen. An sich ist der neue Freiwilligendienst (BFD) natürlich eine sehr gute Sache. Die Frage lautet allerdings, ob der hastig zusammen gestrickte BFD auch wirklich schon als Ersatzdienst für den Ersatzdienst geeignet ist. Noch sind nicht alle Fragen in Bezug auf Organisation und Arbeitsrecht im Detail beantwortet worden – obschon der Zivildienst ein sehr wichtiger Pfeiler des deutschen Gesundheitswesens gewesen ist.

Freiwillige Helfer als neue Stütze für das Gesundheitswesen
Gerade im Gesundheitswesen sind helfende Hände von unschätzbar hohem Wert. Aus dem Grund ist es besonders wichtig, dass der Bundesfreiwilligendienst so bald wie möglich für viele neue Helfer sorgen wird. Engagierte Zivildienstleistende haben viele Lücken im Gesundheitswesen füllen können. Vor allem in der Altenpflege und Behindertenbetreuung waren sie vielen Einsatzleitern eine sehr hilfreiche und wichtige Stütze.  Werden diese Lücken in Kürze nicht mehr gefüllt, steht das gesamte Gesundheitswesen auf noch wackligeren Beinen als ohnehin schon.

Schleppender Start des neuen Freiwilligendienstes
Bisher ist der Bundesfreiwilligendienst nur schleppend angelaufen. Nur wenige Menschen interessieren sich für den BFD, was verheerende Folgen für das Gesundheitswesen haben kann. Den Zivildienst einfach abzuschaffen ohne einen bereits funktionierenden Ersatzdienst ist für viele Gesundheitsexperten bereits vor der Realisierung ein waghalsiges Unterfangen gewesen. Lösungen sind jetzt gefragt, um mehr Aufmerksamkeit auf den neuen Freiwilligendienst ziehen zu können. Der Wahlspruch „Nichts erfüllt mehr, als gebraucht zu werden.“ mag zwar ein sehr schöne Wahlspruch sein. Besonders viel Interesse hat er in der Bevölkerung allerdings noch nicht wecken können.

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